
(CIS-intern) – Seit dem gestrigen Montag ist ein wissenschaftliches Team der Universität Göttingen unter Leitung von Prof. Dr. Martin Schebeck für zwei Tage auf der Insel unterwegs, um vor Ort Daten zur Goldafter-Population zu erheben.
Die Arbeit der Forschenden ist Teil eines vierjährigen Kooperationsprojekts mit der Inselverwaltung Sylt und dient der unabhängigen, öffentlich geförderten Forschung der Universität Göttingen.
„In diesem Forschungsprojekt geht es darum, die Populationsdynamik, die Lebensraumfaktoren und die natürlichen Regulationsmechanismen des Goldafters genau zu verstehen. Somit kann die Inselverwaltung auf wissenschaftlich fundierte Daten als belastbare Entscheidungsgrundlage für zukünftige Maßnahmen zurückgreifen“, betont Prof. Dr. Martin Schebeck. „Bei den Untersuchungen kommen standardisierte Verfahren zum Einsatz, die eine vergleichbare Datengrundlage über mehrere Jahre ermöglichen. Die gewonnenen Ergebnisse können von der Inselverwaltung für die laufende Koordinierung aufgegriffen werden und helfen dabei, mittel- und langfristige Handlungsoptionen zu planen“, sagt Schebeck weiter.
Amtsvorsteher Kai Müller vom Amt Landschaft Sylt ergänzt: „Die aktuellen Erhebungen schaffen die Grundlage für alle weiteren Schritte. Wir wollen uns wissenschaftlich gut aufstellen, um künftige Herausforderungen sachlich und verantwortungsvoll bewältigen zu können und im Kontext unserer sensiblen Landschaft nicht nur zu reagieren, sondern das große Ganze zu betrachten und vorzudenken.“
Bürgermeisterin Tina Haltermann fügt hinzu: „Gesundheitsschutz und der Erhalt unserer natürlichen Lebensräume sind uns gleichermaßen wichtig. Durch die unabhängige Forschung stellen wir sicher, dass wir in Zukunft auf klare Fakten zurückgreifen können, die uns die notwendige Sicherheit geben, jederzeit begründet und transparent handeln zu können.“
Veronika Vogel von der Inselverwaltung Sylt freut sich über die breite Zusammenarbeit aller Akteure: „Parallel zur Forschung arbeiten unsere fünf Gemeinden, die Sylt Marketing sowie der Landschaftszweckverband und die Bauhöfe Hand in Hand. Auch der Austausch mit Ärzten, Apotheken und sensiblen Einrichtungen wird weiterhin verfolgt. Die aus der Forschung gewonnenen Daten unterstützen uns nun zusätzlich, langfristig und evidenzbasiert zu handeln.“
Die Feldarbeit am 20. und 21. Juli ist der Auftakt zur wissenschaftlichen Begleitung. Aktuelle Informationen, Ansprechpartner und Verhaltensempfehlungen stehen unter www.sylt.de/goldafter zur Verfügung.
Foto: Gemeinde Sylt



